HA Server mit SSD

So nun ist es passiert. Meine HA Installation ist schön groß geworden und ich auch mit dem Gedanken spiele die Grocy Datenbank (dazu später mehr) bin Betrieb zu nehmen, stößt meine aktuelle Installation doch an seine Grenzen. Der Raspberry 3 ist ein wenig schwachbrüstig, aber viel schlimmer ist nun die permanente Meldung meiner HA Instanz, das nur noch 1GB Speicherplatz auf der SD Karte frei sind. Weiterhin habe ich ja bereits einmal die SD Karte kaputt bekommen, was viele Stunden der Neuinstallation nach sich gezogen hat. (Darum auch immer wieder der Hinweis aud Backup. Am Besten als Image).

 

Also wird das System modernisiert. Ich habe mich für den aktuellen Raspberry 4 mit einer 256 GB SSD entschieden. Da das Update echt nicht trivial ist, hier nun meine Anleitung auf deutsch, verbunden mit meinen Erfahrungen. Viel Spaß beim Lesen.

Grundlage dieser Anleitung ist der offizielle Text aus dem HA forum. Dieser wird auch regelmäßig aktualisiert, bitte haltet Euch bei im Zeifel da ran. Hier der Link

 

Schritt 1 Hardware besorgen

 

Computer

Den Raspberry habe ich über ebay auch im Bundle gekauft. Ihr benötigt nämlich ein leistungsstarkes und stabiles Netzteil für den Betrieb

Darum also ein Raspberry Pi 4 (8GB RAM) "S" Bundle, schwarz mit Netzteil und Gehäuse. Ich habe 106 Euro dafür bezahlt.

 

Festplatte

Die SSD ist eine INTENSO 3812440 Top III, 256 GB SSD, 2.5 Zoll, intern die ich über ebay für 34,99€ bei Saturn gekauft habe

 

Adapter

Ganz wichtig ist der USB ATA Adapter. Es funktionieren nämlich noch lange nicht alle. Das solltet Ihr vor dem Kauf unbedingt beachten.

eine schöne Liste, welche alle funktionieren findet ihr hier. Die kosten um die 10 Euro.

 

Schritt 2 Raspberry Betriebssystem besorgen, installieren und laden

 

dieser Zwischenschritt ist notwendig, denn Ihr müsst Euren Raspberry ja mitteilen, dass ihr zukünftig von SSD booten wollt. Und dies wird im BIOS des Pis eingestellt. Also:

 

1. OS runterladen

 

Die einfachste Möglichkeit das zu machen, ist den Raspberry Pi Imager zu benutzen. Das kleine Windows Tool kann selbständig das aktuellste Rasperian OS herunter laden und auf eine SD Karte schreiben. Ihr könnt Euch aber auch selber ein Image runter laden und das gleiche Imaging Tool benutzen, womit wir klassisch die HA Software auf eine SD Karte brennen.

 

2. SSH einschalten

 

Die Krux mit dem SSH

Wenn ihr stolz die SD Karte in den Pi packt, den Strom und das Netzwerkkabel anschließt und im Router die DHCP Adresse von dem Ding herausgefunden habt, macht ihr Euren Putty auf um via SSH den Pi zu administrieren, da ja üblicherweise kein Monitor und Tastatur dran ist.

Ihr wisst, dass das der Default Benutzer pi mit dem Passwort raspberry ist. aber das blöde Ding verweigert der connect.

Hintergrund ist, dass ssh default ausgeschaltet ist. Ihr müsst daher im root Verzeichnis der SD Karte einfach eine leere Datei mit dem Namen ssh erstellen (ohne Endung) Dann klappt es.

Dummerweise wird die Datei aber nach dem ersten Boot gelöscht. Um dauerhaft also ssh einzuschalten müsst ihr :

sudo raspi-config

aufrufen und dann :
Interfacing Options » SSH » Yes » Ok » Finish

 

 3. System updaten

 

Hier muss man in der  Update Datei den Eintrag:

FIRMWARE_RELEASE_STATUS from “default” oder "stable"  auf “latest” ändern:

sudo nano /etc/default/rpi-eeprom-update

PS: Das mit dem Hochkomma im sudo ist im Deutschen die Strg Taste ;-)

 

Dann das Update starten:

 

sudo apt update sudo apt full-upgrade sudo reboot

Beim Booten wir auch automatisch das EPROM aktualisiert.

 

 

3. SSD Boot einschalten

 

auch hier wieder in die Raspi Config

 

sudo raspi-config 

und dann :

  • Advanced Options » Bootloader Version » latest » Ok
    when the system asks to “Reset boot ROM to defaults” select No (!!!) to use the latest boot ROM.
  • Advanced Options » Boot Order » USB Boot » Ok
  • Finish » Reboot » Shut down

Schritt 3 Home Assistant installieren

 

Jetzt geht es weiter mit der klassischen Installation.

Also auf der Home Assistant Seite das richtige Image runter laden.

Es muss für den Raspberry 4 sein und 64 Bit.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Tutorials (Mai 2021) war es das hassos_rpi3-64-5.13.img.xz Image.

 

Das kann dann mit dem bekannten BalenaEtcher auf die SSD kopiert werden. Nicht wundern, das er zweimal nachfragt, wei die Größe der SSD führ ihn untypisch ist.

 

Hier noch ein paar Tipps.

 

Wenn USB3 (blauer Anschluss) nicht funktioniert ruht mal den schwarzen nehmen. Auch der reicht für die Geschwindigkeit vollkommen

die Verbindung über USB ist Highspeed, also mit hoher Frequenz. Darum sollte man Z-Wave Sticks ect. mittels einer USB Verlängerung etwas entfernter anschließen. Denn die können stören.

 

ACHTUNG

 

Ich hatte das Problem, dass das System bei angeschlossenen Z-Wave Stick nicht mehr bootete (beide LED der Netzwerkkarte leuchteten permanent) Ernst nach dem ich die SSD an schwarz und den Z-Wave Stick an blau angeschlossen hatte funktionierte es.


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